9. Juli 2007

Telebid: die Geschichte eines verschwundenen Artikels…

Hier schlagen öfter Menschen auf, die auf Technorati oder sonstwo nach "Telebid" gesucht haben, dort meinen Artikel mit dem Titel

"TeleBid - miese Abzocke oder fröhliches Zocken?"

fanden, und nun frustriert vor einem "404 Nicht gefunden"-Fehler stehen. OK - stellen wir unter der gleichen URL ein kleines Update ein.

Ich war vor einiger Zeit über Telebid gestolpert - auch mir entgehen ja manchmal lustige Dinge im Netz, obwohl es sie schon eine ganze Weile gibt.

Ich fand die Idee ulkig bis grotesk. Fand die Art, wie hier das Konzept "amerikanischer" Versteigerungen (man zahlt kräftig pro Gebot, das man abgibt - der Endpreis ist dafür eher vernachlässigbar, da bei jedem Gebot nur um 10 Cent oder 1 Cent erhöht wird) vermarktet wird, dreist bis genial - nicht umsonst wird diese Art der "Auktion" eher bei Wohltätigkeitsveranstaltungen eingesetzt, da insgesamt absurd hohe Beträge für das Produkt erzielt werden, selbst wenn der einzelne "Bieter" bei diesen eher an eine Lotterie erinnernden "Versteigerungen" im Einzelfall tatsächlich spektakulär günstig die "Auktion" "gewinnt".

Ich meldete mich an, verzockte meine Freigebote, fand es immer noch lustig, und schrieb einen spöttisch-wohlwollenden Bericht hier im Blog und machte sogar (zurückhaltende) Werbung darin für Telebid. Fing ungefähr so an:

"Die Frage ist rhetorisch. Notebook für 23, 50 Euro? Waschmaschine für 8,50 Euro? TeleBid als “Auktionsplattform” zu bezeichen, wie es die Betreiber tun, darf sicher mit einem Schmunzeln quittiert werden. Aber wenn man weiß, worum es geht und sich nicht von den vermeintlich superbilligen Angeboten bedümpeln läßt, kann man von der Heckenschere bis zum Notebook so ziemlich alles sehr günstig erstehen. Das Prinzip bei TeleBid:…"

Kurz danach fing ich allerdings - ausgelöst durch die grotesken und penetranten Werbemails des Unternehmens, bei denen Überschriften wie "Attraktiv, jung und unverbraucht" oder "Doppel D ist spannend" den Ton und das Niveau vorgeben - an, mir das Geschäftsmodell genauer anzusehen und fand es immer abstoßender, je näher ich hinsah. Gleiche Masche wie bei den "Quiz"-Sendungen auf 9live etc., mit denen sich dankenswerterweise u.a. die "Grünen Gnome" befassen…

Vor allem aber hat das Unternehmen eine "lustige Art", mit kritischen Bloggern umzuspringen - nämlich mit grotesken Abmahnungen und Klagen.  Spätestens als ich über die Geschichte Telebid vs. Tobe-Blog gestolpert war, war für mich klar, daß ich weder mit diesem Unternehmen weiter IRGENDetwas zu tun haben möchte, noch meinen positiv klingenden Artikel im Netz lassen konnte. Deshalb wurde er umgehend entfernt.

Und nun durch diesen ersetzt - denn wenn in der Bloggerwelt ein "Ping" erstmal raus ist, dann läßt es sich nicht mehr zurückholen. Aber korrigieren.

Ende der Geschichte.

P.S.: Wer gerne "zockt", der möge das dort tun, aber lest Euch das Modell SEHR genau durch und versteht, was es mit den niedrigen Preisen und den tollen Gutscheinen wirklich auf sich hat….

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