25. März 2008

Der Elfenladen ist tot - es lebe der Elfenladen!

Ende April schließt der Elfenladen in seiner bisherigen Form. Zapfenstreich. Wer also noch von mir liebevoll vorkonfigurierte und getestete Linux-Notebooks haben will - sputen!

Ich mache Euch den Abschied mit ein paar heftigen Sonderangeboten erträglich (wer den Elfenladen kennt, weiß, daß es sich nicht um den Abverkauf von staubiger Lagerware handelt, weil ich kein Lager habe… ;-) ), aber dann hat es sich. Finito. Warum?

Zwei Gründe:

  • Der Laden hat sich nie im herkömmlichen Sinne “rentiert”.
  • Meine Entwicklung läuft in eine andere Richtung.

Die Langversion der Erklärung:

Ich habe nie nennenswerte Stückzahlen der Notebooks verkauft und mit dem Laden weniger eingenommen, als der Hartz4-Mindestsatz beträgt (den ich übrigens noch nie in Anspruch genommen habe)… der Aufwand, den Laden zu pflegen, den Notebook-Markt zu beobachten, in Sachen Linux-Kompatibilität am Ball zu bleiben, etc.pp. stand in keinem Verhältnis zum monetären Gewinn.

Das war eine Zeitlang ok - wer sich mit meinem Hintergrund befaßt hat, kann sich denken, warum. Ich tue die Dinge, die mir Freude bereiten - ohne allzugroße Rücksicht darauf, was sie an Geld reinspülen.

Momentan zeichnen sich bei mir neue Wege ab, und daher stand ich vor der Entscheidung, den Elfenladen entweder zu “professionalisieren”, also sprich einen “richtigen” Laden mit Steuernummer, 70% Abgaben für “unsere” Staatsschulden, ordentlichem Impressum und Gewerbeschein daraus zu machen, und die Umsätze auf ein einträgliches Niveau hochzuschrauben - oder dichtzumachen. Erstere Variante wäre sicher machbar. Aber ich habe keine Lust dazu.

Denn bei mir ist schon seit Jahren ein Trend abzusehen, der sich auch in meinem persönlichen Wechsel zu Mac OS X geäußert hat: Rechner sind ein extrem wichtiger Teil meines Lebens, und werden das auch bleiben - aber sie haben für mich den Reiz als “Selbstzweck” und Beschäftigungstherapie verloren.

Lange Zeit hat es mir riesigen Spaß gemacht, immer die neuesten Programm- und Betriebssystems-Versionen auszuprobieren, mich mit widerborstigen Treibern herumzuschlagen, usw.usf.

Und da war es auch wurscht, wenn ich von einem Notebook-Modell nur ein oder zwei Stück verkauft habe und jedes Mal eine Unzahl von Stunden verbraten habe, um Linux auf dem Teil zufriedenstellend zum Laufen zu bringen.

Aber, um gewisse Filme zu zitieren - “langsam werde ich zu alt für diese Scheiße”. *lach*. Bin jetzt immerhin vierzig… ;-)

Mein Job in diesem Leben sind letztlich nicht die Rechner. Sondern Visionen, Inhalte, Lebenskonzepte, Menschen. Daher werde ich in Zukunft auch verstärkt nicht mehr an Rechnern herumfrickeln, sondern an Menschen (mich selbst immer eingeschlossen).

Deshalb wird der Elfenladen in seiner bisherigen, techniklastigen Form in diesem Frühjahr eingestampft. Und es werden neue Angebote in den Bereichen Coaching, Beratung, Brainwave-Entrainment und “Self-Improvement” entstehen - wohl ab Mai/Juni zu buchen.

Aber dazu dann später mehr.

Jetzt freut Euch erst mal über die Nach-Ostereier im “alten Elfenladen”, deckt Euch noch mit einem von mir sauber konfigurierten Notebook ein, damit Ihr die nächsten Jahre gut übersteht, und laßt es Euch auch ansonsten gut gehen!

P.S.: das ist kein Marketing-Gag, sondern Ernst. Auch daran zu erkennen, daß es die besten Preise in der ersten April-Woche gibt, dann geht es jede Woche wieder ein bißchen hoch, bis zum Ende. Fade-Out. Behaltet den Timer auf der Laden-Seite ab morgen im Auge. Wer’s als erster versteht, spart am meisten.

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