30. Januar 2007

Windoofs Vista - “Spiegel”-Propaganda gratis zum Start

Lustig, lustig. Da kommt also das neueste Machwerk von Elliot Carver, äh Bill Gates, in die Läden, und die “Fachpresse” überschlägt sich. Warum nur?
Keiner versteht es, außer vielleicht der, die die Schecks der Anzeigenabteilungen näher begutachtet. Und sich vielleicht auch irgendwann klar macht, welche Rolle Microsofts Windows gesellschaftlich spielt in dem lustigen Puzzle, das manche die “Neue Weltordnung” nennen. Und welche Rolle die gleichgeschaltete Presse dabei hat.

Besonders “erheiternd” und für den BRD-Journalismus entlarvend ist der heutige Artikel im Spiegel online:

wie auch in anderen Zusammenhängen ( 9/11, etc….) führt das ehemalige Nachrichtenmagazin vor, wie man Scheinkritik mit Verkaufspsychologie und Mindfuck kombiniert.

Man meldet in Nebensätzen die unvermeidliche Wahrheit, nämlich das Vista von so ziemlich jedem Fachmenschen und in zahllosen Blogs und IT-Foren zerrissen wird - und das aus guten Gründen. Man meldet, daß es überladen ist, daß seine “Innovationen” sich primär auf optischen Spielkram beschränken und daß es obendrein noch Hardware-Anforderungen stellt, die den durchschnittlich mit ichweißnichtwievieltausend Euro verschuldeten Bürger zwingen, sich bald wieder einen neuen Rechner zu kaufen…

Man, genauer gesagt Autor Stefan Schultz, läßt weg, daß Vista vor allem wegen seiner Schnüffelei, der Verzahnung von Microsoft mit Geheimdiensten wie der NSA, der abstrusen Knebelung des Users durch DRM und “Trusted Computing” unter Beschuß steht. Bis dahin alles nur das übliche viertelskompetente und “Wes Brot ich eß…”-Gesülze. Daß Linux gar nicht und Mac OS nur spöttisch am Rande vermerkt werden, spricht für sich.

Was mich aber wirklich ärgert, ist die miese Psychomasche.
Das fängt mit der Überschrift an “Aufbruch in eine unvermeidliche Zukunft” - Botschaft: Du kannst gar nicht anders. Dein Arsch gehört uns.
Und so geht es weiter: “unvermeidlich”, “keine Wahl”, “umstellen müssen”
“Widerstand ist zwecklos” - nein, das wagt er denn doch nicht, aber das ist die Botschaft der Hamburger Hirnwäscher, in Sachen Vista, Vogelgrippe, 9/11 und auch sonst.

Aber Ihr irrt. Vista ist vermeidbar und verzichtbar. Ebenso wie ihr.

Die traurige Wahrheit ist, daß eine Vielzahl uninformierter, fauler, träger und glücklich in Fremdbestimmung vor sich hinvegetierender Menschen sowohl euch als auch Microsoft wieder glauben werden…
Aber es werden immer mehr, die aufwachen. Und umsteigen (z.B. hier oder hier oder hier oder hier…oder auch natürlich DA).

Vista ist das beste Argument, das Microsoft der Linux-Welt und anderen, besseren Betriebssystemen bislang geliefert hat. Wer verstehen kann, wird verstehen. Und handeln.

Ich persönlich habe mich übrigens entschlossen, nach dem Re-Launch des Elfenladens, der in den nächsten Tagen ansteht (Umzug auf einen anderen Server & andere Shop-Software), nur noch Notebooks anzubieten, die OHNE Zwangswindows geliefert werden und allenfalls XP Pro als Option haben.

Die Hersteller, auch die von eigentlich sehr guten Notebooks (wie HP), müssen lernen, daß wir die Wahl haben wollen.

Und diese Wahl wird immer öfter lauten: “Nein Danke, kein Windows auf meinen Rechner bitte. Ich arbeite mit Linux/Solaris/FreeBSD, und zum Spielen hab ich noch ein altes XP rumliegen, das tuts noch lange!”

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