11. Januar 2007
Nachtrag zu “Bad Vista”: NSA Hintertüren vermutlich inklusive…
Selbst das ehemalige Nachrichtenmagazin kommt nicht umhin zu melden, daß bei der Entwicklung von Windows Vista noch stärker als schon bei XP mit verschiedenen Geheimdiensten, vor allem aber mit der US-amerikanischen NSA zusammengearbeitet wurde. “Zur Verbesserung der Sicherheit”, versteht sich. Und auch nur ganz freiwillig, weil natürlich Microsoft darum gebeten hatte… Jaja… Freunde, Weihnachten war schon.
Erst vor wenigen Wochen gingen die lustigen Aktivitäten von deutschen und schweizerischen Behörden und “Diensten” durch die Netzpresse, die - natürlich auch nur im Interesse unserer “Sicherheit” - mit Hilfe von Viren/Trojanern unauffällig “elektronische Hausdurchsuchungen” auf unseren Rechnern ausführen möchten.
Andere arbeiten damit schon eine Weile - ich bin ja immer mal wieder in finsteren Kreisen unterwegs, um zu sehen, was da so alles abgeht und lade mir auch eifrig Dinge zum Ausprobieren aus den eMule- und Torrent-Netzwerken herunter. Vor ein paar Wochen, kurz nach der erwähnten Ankündigung und Schäubles Geschwätz dazu, hatte ich einen üblen Trojaner (basierend auf “Poison Ivy”) auf meiner Kiste - fast eine Woche hatte irgendein Sausack Vollzugriff auf meinen Rechner. OK, kommt vor. Aber das Interessante: fast kein Virenscanner (genaugenommen nur 2 von 14 getesteten) fand das Ding, auch noch Wochen später. Sollten sie etwa nicht, weil das hübesche Teilchen von der Musikindustrie, der Business Software Alliance oder den Ermittlungsbehörden in Umlauf gebracht wurde?!
Wer möchte, kann natürlich weiterhin der Willkür von Staat und Industrie auch das Rechnertor weit offen halten - wer nicht will, fängt langsam an, sich mit Linux, TOR, GnuPG, Freenet (nein, nicht dieser Witzprovider - Infos >>> Hier <<<), Truecrypt und ein paar anderen Dingen zu befassen.
Wer sich Vista zulegt, das u.a. dadurch glänzt, daß es neue kopiergeschützte DVDs und HD-DVDs nur auf neuen Rechnern, die mit “Trusted Computing”-Schnüffelhardware ausgerüstet sind, abspielen kann und auch sonst alle beliebten Lustigkeiten von Windows weiterzuführen scheint… selbst schuld.
Es gibt bessere Alternativen.
In ein paar Tagen kommt dann auch eine neue Produktreihe - USB-Sticks mit vorkonfigurierten Programmen, die auch den Noch-Windows-Benutzern unter Euch und am Rechner von Freunden oder im Internet-Café behilflich sind, einigermaßen unbeschnüffelt und unbelauscht zu mailen, zu surfen und einfach seinem Leben nachzugehen.

2 Kommentare on Nachtrag zu “Bad Vista”: NSA Hintertüren vermutlich inklusive… »
11. Januar 2007
Verstand in Gefahr?! @ 11:25 am (Trackback)
NSA sichert Vista?!…
Die NSA hat das neue Betriebssystem "Vista" von Microsoft in ihren Labors auf Sicherheitslücken getestet (wie übrigens schon bei vorherigen Systemen). Auch wenn ich nicht gerade ein Verschwörungstheoretiker bin, so stimmt mich diese Nach…
29. Mai 2007
Martin @ 11:42 am:
Wandert der nächste Kommentar dann noch weiter nach links raus?
RhabarberRhabarber
Rhabarber