Nur heute, zackzack! Der “Schwarze Freitag” ist in diesem Fall kein Zeichen von Weltwirtschaftskrise und sonstigem Gewürge (davon haben wir ohnehin genug…) sondern repräsentiert die angenehme Sitte, das Erntedankfest durch ordentliche Sonderangebote in Läden und Online-Shops zu feiern!
Im Gegensatz zur Offline-Black-Friday-Hysterie muß man in diesem Fall auch nicht um fünf aufstehen und Schlange stehen - sondern kann sich seine Schnäppchen bequem online schießen und nach Hause liefern lassen…
So reduziert Apple nur heute die MacBooks um bis zu 101 Euro, bei iMacs bleiben rund 40 Euro mehr in der Haushaltskasse, und bei iPods kann man bis zu 21 Euro sparen. Aber nicht nur bei diesen Bestsellern - auch und gerade beim iPod/iPhone-Zubehör wie Kopfhörer und Audiosysteme hat Apple teilweise deutlich über 20% Rabatt gegeben!
Als Apple vor einiger Zeit das MacBook Air aus dem Hauspostumschlag zog, erstarrten wir zwar in Ehrfurcht vor dessen Schönheit - aber kaufen? Zu dem Preis? Und dann doch immer noch so “groß”? Und kein Kartenleser? Und nur ein USB-Port???
Auf einen echtenNewton-Nachfolger oder einen Original-Mac in der 10″-Netbook-Klasse warten wir immer noch. Und werden wir wohl auch noch eine Weile warten, denn laut Apple sind dieses Jahr keine neuen Produkte oder gravierende Upgrades mehr zu erwarten. Daran ändert auch meine reißerische Überschrift nichts. Die ist nämlich gelogen. Oder auch nicht. Je nachdem, wie eng man die Dinge sieht… ;-)
Spätestens seit Apple auf Intel-CPUs umgestellt hat, ist es ein offenes Geheimnis, daß man Mac OS X, das meiner Meinung nach beste Betriebssystem auf dem Markt, mit etwas Getrickse auch auf Nicht-Original-Macs zum Laufen bringen kann. Auf “PCs”, sozusagen, auch wenns dem Hardcore-Appler dabei kalt den Rücken rauf- und runterläuft…
Dabei gibt es zwei Haken: man bewegt sich rechtlich etwas in einer Grauzone (wenn man eine OS X Lizenz besitzt - wenn nicht, ist’s natürlich eh illegal). Wenn man aber betrachtet, wie die Situation mit den Power-Mac-Clones von Psystar ist - scheint kein sooo großes Problem zu sein.
Der zweite Haken: Mac OS X wurde nun einmal für Mac-Hardware geschrieben und optimiert - und daher ist man darauf angewiesen, Hardware zu verwenden, die so oder ähnlich auch in Macs verbaut wird - sonst gibt es Treiberprobleme und Gefrickel und nix funktioniert.
Bei Desktop-Rechnern geht das noch. Aber bei Notebooks oder Netbooks kann man halt die Komponenten nicht so ohne weiteres a la carte zusammenstellen. Und umso glücklicher ist die “Hackintosh”-Gemeinde, wenn mal ein Gerät auftaucht, das sich mit vergleichsweise geringem Aufwand in ein “HackBook” verwandeln läßt…
Den Fall kann man nun mal wieder feiern! Denn dank einem findigen Tüftler und seiner detaillierten, beinahe Anfänger-tauglichen Anleitung läßt sich das MSI Wind Netbook und seine fast baugleichen Kollegen (Advent 4112 - hierzulande kaum erhältlich - und das Medion-Netbook, das es vor einiger Zeit bei Aldi gab) in ein stylishes und praktisch ohne Einschränkungen nutzbares “MacBook Nano”-Subnotebook verwandeln.
Das so gut funktioniert, daß einige der Anwender bereits angekündigt haben, ihr bereits gekauftes MacBook Air wieder zu verscherbeln, weil dessen höhere Performance bei den üblichen Alltagsaufgaben kaum auffällt, man sich aber für ein MacBook Air problemlos drei handlichere Wind-Netbooks besorgen kann…
Link: www.youtube.com
Demonstration mit “Leopard” auf dem MSI Wind. Die in dem relativ alten Video erwähnten Probleme sind mittlerweile fast alle gelöst.
Die Kosten für ein solches “WindBook” liegen bei ca. 5-600 Euro. Dabei sind Netbook + externes DVD-Laufwerk + Speicheraufrüstung auf 2 GB + kompatibles WLAN-Modul + größere Festplatte alles schon reingerechnet. Wer sparen muß und vielleicht noch einen externen Brenner rumliegen hat und/oder mit der Installation über USB-Stick herumwurschteln will, kommt mit auch mit der “nackten” Variante des Netbooks für rund 400 Euro hin.
Zumindest die Aufrüstung des Arbeitsspeichers auf 2 GB ist aber zu empfehlen, besonders, wenn man doch mal über Parallels oder VMWare ein Windows-Programm auf seinem falschen MacBook braucht.Aber selbst wenn man sich alles Zubehör gönnt - 600 Euro sind immer noch ein Drittel weniger als das billigste MacBook, von der eigentlichen “Konkurrenz”, dem MacBook Air, mal ganz zu schweigen.
Dafür bekommt man ein nicht superschnelles, aber gut benutzbares (Geekmark Benchmark bei etwas unter 1000) Mini-”MacBook”, das ein Kilo wiegt, problemlos mit OS X “Leopard” läuft, volle QE/CI Unterstützung bietet (Graphikbeschleunigung auf dem Mac - häufig ein Problem mit Nicht-Original-Macs), Bluetooth und Kartenleser, Webcam, Anschluß für externes Display, wenn’s sein muß auch noch Windows und/oder Linux im Dual-Boot laufen lassen kann, - und mit Sicherheit Aufsehen erregt, besonders wenn man vom letzten iPod noch einen Apfel-Aufkleber übrig hat und auf dem Displaydeckel des manipulierten Netbooks plaziert… ;-)
alternativ ein Medion AKOYA Mini E1210 10 Zoll Netbook
(weiß oder schwarz) - kein Bluetooth, dafür braucht man WLAN anscheinend nicht auszutauschen, sonst weitgehend identisch mit dem MSI)
eine Original-Lizenz OS X Leopard (für’s gute Gewissen und den Anwalt, kann ungeöffnet in den Schrank gestellt werden), also z.B. Mac OS X 10.5.4 Leopard deutsch
die “Kalyway”-Edition von OS X Leopard (eine für “Hackintoshs” angepaßte OS X-Ausgabe, zu finden auf den üblichen Torrentseiten, z.B. in der wohlbekannten schwedischen Piratenbucht), vorzugsweise auf DVD gebrannt
ein externes DVD-Laufwerk/Brenner (es geht auch mit USB-Stick oder SD-Karte, ist aber aufwendiger). Gut geeignet und ohne eigenes Netzteil direkt am USB-Port zu betreiben z.B. der LG GP08LU DVD-Brenner mit Lightscribe.
ggf. Speicheraufrüstung auf 2GB
ein OS-X-kompatibles WLAN-Modul (z.B. Dell 1390, auf
www.ebay.de unter zwanzig Euro zu kriegen)
ggf. eine Austausch-Festplatte, 2,5″ SATA, dann braucht man das mitgelieferte Windows nicht zu putzen oder zu sichern und hat, wenn man in Probleme geraten sollte, immer noch die Originalsoftware. Z.B. fette 320 GB oder eine 160er ähnlich der bereits verbauten.
Wichtig: der Textanleitung folgen, diese wurde mehrfach aktualisiert. Das ebenfalls im Thread dort zu findende Video-Tutorial ist nützlich, um die harmlosen mechanischen Aufgaben besser zu verstehen, enthält aber einige Angaben zur Installation, die sich mittlerweile als nicht so günstig herausgestellt haben!
Wichtig2: es gibt auch eine bereits für die Wind-Books optimierte OS X-Ausgabe, mit der die Installation noch einfacher ist. Ich empfehle trotzdem der oben verlinkten Anleitung zu folgen, da die andere Methode nur englische Sprachunterstützung bietet. Wer seinen Fake-Mac mit deutschem OS X haben will, sollte die Kalyway-Edition verwenden.
Einschränkungen: wie bei jedem “Hackintosh” muß man etwas vorsichtig sein mit automatischen Software-Updates. Sobald OS X seine Kernkomponenten updaten will (andere Software-Updates, wie iTunes, Quicktime, etc. sind meist unproblematisch), sollte man ihm das höflich untersagen. Dafür gelegentlich in den einschlägigen OSx86-Foren herumschauen, z.b. insanelymac.com - die Updates erscheinen dort meist nach kurzer Zeit auch in einer für HackMacs optimierten und sicheren Variante. Ansonsten scheint es beim Wind praktisch keine Einschränkungen hinsichtlich Funktion und Stabilität zu geben! Ein Volltreffer.
Ergänzende Infos:
das neue “Deluxe“-Modell des Wind hat ein anderes Wireless-Lan-Modul drin, das auch den “n”-Standard unterstützt. Mir liegen noch keine Erfahrungsberichte vor, aber es könnte sein, daß man sich da sogar den WLAN-Austausch sparen kann.
einige der anfangs aufgetretenen Probleme (nicht funktionierender Kopfhörer-Ausgang, “Vergessen” der Batterieanzeige bei Neustart, etc.) wurden mittlerweile gelöst. Bitte in Ruhe den ganzen Thread lesen, auch wenn es über dreißig Seiten sind! Der Lohn ist das vermutlich coolste und beste Netbook des Planeten!
besonders lustig: mit dem Farbprofil von hier läßt sich sogar die Farbwiedergabe des Displays sehr “MacBook-like” kalibrieren! Dann sieht es noch maciger aus!
Wichtig: Ich gebe diese Infos hier einfach so weiter. Ich biete keinerlei Support oder Hilfestellung zu diesem Thema an - bitte Fragen, Probleme, etc. in dem Forum stellen, dessen Original-Anleitung ich oben verlinkt habe.
Wer überhaupt nicht klarkommt, kann mich kontaktieren - wenn ich gerade Langeweile habe und Du mir Dein Netbook und ein paar gebrauchte kleine Scheine in ein Paket packst, mache ich Dir vielleicht die Installation.